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Kurstipp für alle, die viel unterwegs sind: Dividendenaufbau vom Rucksack aus

Passt hier ins Kursboard, weil es tatsächlich ein Kurs ist und weil der Anbieter aus genau unserer Ecke kommt. Der Mann nennt sich Dividenden Backpacker, bürgerlich Andreas Hollmotz, und das Reisethema ist bei ihm kein aufgesetztes Label, sondern der Grund, warum er sich überhaupt mit dieser Art des Anlegens beschäftigt hat.

Warum ich das hier poste: Wer länger unterwegs ist, kennt das Grundproblem. Das Einkommen ist unregelmäßig, die Kosten sind es teilweise auch, und alles, was Geld bringt, hängt daran, dass man selbst arbeitet. Sobald man länger krank ist, ein Visum klemmt oder man einfach ein paar Wochen keine Lust hat, hört es auf.

Ausschüttungen aus Aktien sind einer der wenigen Wege, bei denen das entkoppelt ist. Das Geld kommt, ob man gerade in einem Bus sitzt oder am Strand liegt. Man muss dafür nichts verkaufen und niemandem etwas liefern. Der Haken ist ebenso klar: Am Anfang sind die Beträge klein, und der Aufbau braucht viele Jahre. Als kurzfristige Reisekasse taugt das überhaupt nicht.

Ich habe drei Jahre lang planlos investiert, bevor ich mir das ordentlich beigebracht habe. Meine Käufe kamen aus Empfehlungen und Bauchgefühl, und ich konnte bei der Hälfte meiner Positionen nicht sagen, warum sie im Depot lagen. Das ist keine gute Basis, wenn man in einer schwachen Phase entscheiden muss, was man behält.

Der Kurs ist in elf Module aufgeteilt, mit über 65 Lektionen und insgesamt mehr als elf Stunden Videomaterial. Er geht die drei Fragen durch, die man in der Reihenfolge braucht: Wie finde ich überhaupt Kandidaten, wie prüfe ich, ob sie taugen, und wann steige ich ein oder wieder aus. Dazu gibt es Zugang zum Newsroom, über den weiter Material nachkommt. Man zahlt einmal, danach läuft nichts weiter. Nach Angaben des Anbieters sind bislang über 700 Leute dabei gewesen.

Für unterwegs praktisch: Die einzelnen Lektionen sind kurz. Das klingt nebensächlich, ist es aber nicht, wenn man in einem Hostel mit dünner Leitung sitzt oder unterwegs nur zwanzig Minuten am Stück hat. Ich habe die Einheiten meist vorab geladen und dann in Bussen und Wartezeiten geschaut.

Der inhaltlich wichtigste Punkt für mich war die Warnung vor hohen Ausschüttungsrenditen. Das war genau mein Anfängerfehler: Ich habe nach der höchsten Prozentzahl gesucht und dabei übersehen, dass eine solche Zahl oft daher kommt, dass der Kurs stark gefallen ist. Ein paar Monate später war die Ausschüttung dann gekürzt und ich saß auf einem Verlust.

Was man wissen sollte, bevor man Geld ausgibt: Ein Kurs macht die Sache nicht sicher. Aktienkurse können deutlich fallen und tun das auch. Eine Dividende ist keine feste Zahlung, sondern wird jedes Jahr neu beschlossen und in schlechten Zeiten reduziert oder gestrichen. Wer damit seine Reisekosten decken will, sollte das frühestens in vielen Jahren einplanen und selbst dann nicht vollständig.

Noch etwas Praktisches, das der Kurs nicht abnimmt: Wer dauerhaft im Ausland ist, sollte die steuerliche Seite und die Frage nach Wohnsitz und Broker klären. Da gibt es Fallstricke, die von der Anlagestrategie unabhängig sind, und die sollte man nicht überlesen.

Zur Transparenz: Ich verlinke als Partner, bei einem Kauf verdiene ich mit. Wer die Aufteilung der Kapitel nachlesen will, findet die vollständige Auflistung auf der Kursseite. Über den Namen ist der Kurs auch ohne meinen Link zu finden, das ist völlig okay.

Was bei mir organisatorisch geholfen hat: Ich habe einen festen Betrag definiert, der jeden Monat automatisch abgeht, unabhängig davon, wie das Monatseinkommen gerade aussieht. In schwachen Monaten tut das weh, aber genau deshalb bleibt es überhaupt bestehen. Was ich früher freiwillig übrig lassen wollte, war am Monatsende nie da.

Zweitens habe ich eine getrennte Reise-Reserve, an die ich nicht rangehe. Ohne die hätte ich beim ersten unerwarteten Flug wieder Positionen verkauft und stünde heute bei null.

Ein Detail, das mir unterwegs geholfen hat: Ich habe die wichtigsten Zugangsdaten und Notfallkontakte doppelt gesichert, einmal digital und einmal analog bei jemandem zu Hause. Wer schon mal ein Handy verloren hat und dann vor der Zwei-Faktor-Abfrage seines Brokers stand, weiß, warum das keine übertriebene Vorsicht ist.

Wie macht ihr das? Baut jemand von euch etwas auf, das unabhängig von der eigenen Arbeitszeit läuft, oder finanziert ihr die Reisen komplett aus laufendem Einkommen?